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Freitag, 15. März 2024

In aller Kürze

 

Es ist, o effizienzversessene Leseh., höchste Zeit, dass wir über Abk. sprechen. Bekannt ist ja das militärische Abk.-Wesen, das einerseits eindeutig sein muss und deshalb andererseits nicht immer der Mühe wert scheint. Ob mit einem „BrigKdo“ gegenüber einem Brigadekommando viel gewonnen ist, müssen gewieftere Strategen beurteilen als euer Ergebener. Doch immerhin kommen alle Buchstaben des Wortes in der Abkürzung vor, und das sogar noch in derselben Reihenfolge.

Das ist deshalb erwähnenswert, weil der Zweckdichter kürzlich von der Existenz einer Hunderasse namens „Elo“ erfuhr. (Für die jüngeren Lesehäschen: „erfahren“ ist wie „lernen“, nur ohne Anglizismus.)

Der Wikipedia-Eintrag zeigt uns sympathisch wuschlige Viecher und liefert die überraschende Information, dass der Name „Elo“ markenrechtlich geschützt ist. Außerdem lernen wir hier, dass wir über diesen Namen froh sein müssen, denn, so die beliebte Online-Enzyklopädie:

Das Elo-Zuchtprojekt begann 1987 unter dem Namen „Eloschaboro“, der auf die drei wichtigsten Ausgangsrassen – Eurasier, Bobtail und Chow-Chow – hinweisen soll.

Hä? Beziehungsweise, wie man in den besseren Ständen sagt: Wie bitte?

Wie um Himmels willen kommt man von „Eurasier Bobtail Chow-Chow“ auf „Eloschaboro“? Was haben die damals genommen? Und ist noch was davon übrig? Freilich war LSD 1987 noch dicker da als heute, wo es nur noch für hippe Microdosierer interessant zu sein scheint. Wenn jemand den Hippies erklärt hätte, dass ihr Lieblingsspaßpulver einmal vorrangig dazu dienen würde, die Geschäftstüchtigkeit von Startupfuzzys zu optimieren, hätte sich ihnen wahrscheinlich zumindest ein erstauntes „duuuuude?“ entrungen.

Soviel zu Abkürzungen, jetzt zur Langform. Trostlose Neuigkeiten gibt es von der Gendertheorie: Judith Butler wertet den Terror vom 7. Oktober als Akt des bewaffneten Widerstands und ist nicht so ganz sicher, ob die Hamas wirklich Jüdinnen vergewaltigt hat. Euer Ergebener sagt es nicht zum ersten Mal: Der Feminismus tut gut daran, von der Gendertheorie einen Sicherheitsabstand zu halten, für den ein Babyelefant nur der Anfang sein kann.

Weiters und apropos  Babyelefant freuen wir uns über ein Jubiläum, das eine Frage aufwirft, nämlich: Haben wir uns vier Jahre nach dem ersten Lockdown tatsächlich von der Pandemie verabschiedet, oder war am Mittwoch der 1474. März 2020?

Freuen wir uns auf ein Wochenende mit Freigang.

 

 



Freitag, 1. März 2024

Fremd

 

Die gute Nachricht, o positiv gestimmte Lesehäschen, ist: Der Winter ist doch nicht komplett an eurem Ergebenen vorbeigerauscht. Das letzte Wochenende bot zwei einwandfreie, ja sogar glorreiche Pistentage, einzig gewürzt mit dem Wermutstropfen, dass ich zu feig war, das gute Brett auszupacken. 

Äußerst fragwürdig ist hingegen dieser Satz aus einem Interview im jüngsten Falter

„Auch ich bin es leid, wenn mich ein Typ sitzen lässt oder ghosted.“ Abgesehen von der Frage, ob man das wirklich „leid ist“ anstatt dass es einem auf die Nerven geht, einen verletzt oder beleidigt, weil man ja schließlich (hoffentlich) nur einmal sitzengelassen wird (ja, das kann man ruhig zusammenschreiben), während man Ärgernisse erst nach wiederholtem Vorkommen leid zu werden pflegt, müssen wir anscheinen klären, wie man Fremdwörter konjugiert.

Antwort:

Man konjugiert sie so, wie es im Deutschen vorgesehen ist. Sonst wären es ja keine Fremdwörter, man könnte stattdessen gleich ausländisch sprechen. Wenn dich also die Polizei im Visier hat, weil du ein verdächtiger Schlingel bist, dann observiert dich der aktuell zuständige Beamte. Er „observat“ dich nicht, auch wenn das im Lateinischen so heißt. Wenn du dich für etwas einsetzt, dann engagierst du dich, obgleich du dich im Französischen „engages“ (oder meinetwegen „investis“) würdest. 

Und wenn dein Ex so tut, als gäbe es dich nicht, dann „ghosted“ er dich nicht, er ghostet dich selbstverständlich. Selbst in Ostösterreich wollen wir diesen kleinen, feinen Unterschied zwischen harten und weichen Plosiven nicht sterben lassen, denn wenn wir ihn vergessen, ist auch der klassische Witz dahin, ob man eh wisse, was beim Glauben am höchsten sei. Und das wäre ja sehr schade.

Freilich liegt der Fall noch ein Alzerl komplizierter, weil die Gute ja eigentlich sagen hätte müssen „wenn mich ein Typ sitzen lässt oder ghosts“, da „ghosted“ weder auf Deutsch noch auf Englisch hinpasst.

Abschließend eine Information im öffentlichen Interesse: Sogenannte „Puppy Pads“ sind ein Blödsinn. Für Uneingeweihte: Ein Puppy Pad ist eine Pinkelmatte für Welpen, deren Haltern es nicht zuzumuten ist, dass sie mit dem Kleinen ständig rausgehen, auf dass er stubenrein werde. Stattdessen bringt man ihnen bei, auf die Matte zu urinieren, die man dann irgendwann hinauslegt, wonach der Hund ohne Schwierigkeiten lernt, dass er sich nun draußen zu entleeren habe.

Wenn man hingegen Glück hat, lernt der Hund stattdessen, sich auf weichen Unterlagen zu entleeren. Er ist dann auf Parkett und Fliesen stubenrein. Im Bedarfsfall hüpft er aber aufs Bett, und was dann kommt, kann man sich ausmalen. Dies allerdings tatsächlich ohne Schwierigkeiten.

Schönes, trockenes Wochenende!

Freitag, 16. Februar 2024

Hobbys

 

Der Winter ist heuer bekanntlich auf einen Mittwoch gefallen, o resignierte Lesehäschen. Deshalb hat euer Ergebener zum ersten Mal seit ungefähr dem Winter 1974/75 keinen Wintersport erlebt (ausgenommen 2006/07, aber frischgebackene Väter haben anderes zu tun).

Bleibt das jetzt so? Vermutlich ja. Es ist also Zeit, sich andere Beschäftigungen zu suchen. Denn „hobbylos“ war in Teeniekreisen schon vor Corona ein Schimpfwort, da will man also nicht anstreifen. Die sogenannte Plagiatsjagd boomt ja dieser Tage. Sie bietet den Vorteil, dass man – ebenso wie für die Kanzlerschaft, aber anders als zum Beispiel für eine Karriere im Nageldesign – keine formale Qualifikation benötigt. Es genügt die Bereitschaft, den Ruf von Leuten zu schädigen, die sich dagegen oft schwer wehren können, weil ein typischer Statistikprofessor sich in Sachen Öffentlichkeitsarbeit wahrscheinlich schwerer tut als ein typischer Anbieter von Öffentlichkeitsarbeit. Ihr merkt schon, der sogenannte Stefan Weber war wieder aktiv, und es wäre ihm beinahe gelungen, die stellvertretende Chefredakteurin der Süddeutschen in den Selbstmord zu treiben. Ein Sieg der wissenschaftlichen Redlichkeit! So lange die Maturanten lernen, dass Objektivität durch die Verwendung des Passivs herstellbar sei, wie wir vor zwei Wochen erfahren haben, wird der Plagiatsjagdbranche das Material nicht ausgehen, denke ich.

Ein netter Zeitvertreib für Stadtbewohner ist auch das Anbandeln mit dem Vis-a-vis. Das Zweckdichterbalg schaut täglich, wie es der Belegschaft im Büro gegenüber geht. Kollektiv heißen sie „die Fischchen“, weil sie als Aquarienersatz dienen, sich jedoch durch eine Reihe von Vorteilen gegenüber einem solchen auszeichnen: Sie dosieren ihr Futter selbst, brauchen keine Wasserpumpe, schwimmen niemals in Sichtweite mit dem Bauch nach oben, und Veralgung ist garantiert kein Thema. Aufwendige Haustierhaltung durch die Beobachtung von Wildfremden zu ersetzen ist jedenfalls ein zukunftsträchtiges Konzept. Man schont dabei wertvolle Ressourcen, verhindert Qualzuchten und hält sich dabei die Möglichkeit offen, den Kontakt zu vertiefen. Die Fischchen zum Beispiel haben noch keine einzelnen Namen. Es ist nun ganz dem Halter überlassen, ob er sie auf gut Glück tauft oder sich bei Gelegenheit einfach ans Fenster stellt und eine Bierflasche schwenkt. Schon kommen sie dann durstig angelaufen und man kann sie ausfratscheln, wie sie denn nun wirklich heißen.

Wem die Sache nicht ganz geheuer ist, der hat die Wahl zwischen Reality TV und Käferzucht. Beides hat seinen Reiz. An der Unterhaltungsfront ist übrigens eingetreten, was euer Ergebener schon vor Jahren prophezeit hat: GNTM ist nunmehr so divers, dass auch Männer mitmachen dürfen. Der Bewerbung eines Vater-Tochter-Paares dürfte man bei ProSieben kaum widerstehen können. Ihr dürft euch also auf noch nie gesehene Bilder aus der Modelvilla freuen. Schönes Wochenende!

Freitag, 15. Dezember 2023

Kreuchen & Fleuchen

 

Es ist oft anders, o flexible Lesehäschen, als man glaubt. Zum Beispiel hättest du dir als Normalverbraucher vor zwei, drei Jahren nicht träumen lassen, dass die KI in deinem Leben jetzt schon eine Rolle spielen könnte. Oder du hast dir fest vorgenommen, niemals wieder ein Haustier mit Wirbelsäule in deine Umgebung zu lassen, weil mit einer Wirbelsäule immer auch ein Knuddligkeitsfaktor einhergeht, der bei Sensibelchen wie eurem Ergebenen übertriebene emotionale Einlassungen provoziert. Man hat dann einfach zu viel Mitleid mit den Viechern. Dass Käfer eine erfreuliche Alternative für alle darstellen, die ihre Wohnung gern mit anderen Wesen teilen, ist für treue Lesehäschen nichts Neues. Der ZEIT war kürzlich zu entnehmen, dass Ameisen derzeit voll angesagt sind. Zu ihren Reizen, so der Autor, zähle es, dass sie mit einfachsten kognitiven Mitteln alles zusammenbringen, was der Mensch auch so schafft, von Sammeln über Jagen und Ernten bis zur Sklavenhalterei.

Die letzteren sind körperlich so spezialisiert, dass sie ohne Sklaven nicht mehr überleben können. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich käme mir ein bisschen seltsam dabei vor, mir ein Ameisenvolk anzuschaffen, damit es von dem anderen versklavt werde. Dann lieber gleich eine Katze, denn da ist der nötige Lakai schon vorhanden, weil es sonst niemanden gäbe, der die Katze ins Haus holt.

Dann merkt man allerdings: Die Zeiten haben sich geändert. Während es für kleine Gen-Xer ganz normal war, ihre Eltern wochen- und monatelang anzujammern, dass man so gern eine Katze/einen Wellensittich/ein Meerschweinchen hätte, sind Gen-Zer sich der Bedürfnisse anderer Spezies eher bewusst: Man holt sich keine Katze mehr. Man holt zwei Katzen. Man holt auch zwei Kaninchen, zwei Meerschweinchen, um Himmelswillen mindestens zwei Papageien und auch zwei Pferde, es sei denn, man gönnt seinem Einzelpferdekind eine Gesellschaftsziege. Ob die Ziege sich mit dem Pferd langweilt, bleibt ungeklärt. Interessant bleibt die Frage, ob speziesübergreifende Gesellschaft etwa auch für eine Katze (Maus?) machbar wäre. Hamster können sehr gut allein bleiben. Allerdings sollten sie es auch, weil sie die ganze Nacht in ihrem Käfig herumfuhrwerken und dich tagsüber ungehalten beißen, wenn du was von ihnen willst. Wenigstens leben sie nicht lang.

Bei der Befassung mit Gen-Zer-Wünschen stolpert man auch über allerlei Internettipps zur Wahl des richtigen Haustiers. Bald stellt man fest, dass der Kampf gegen die Maschinen bereits begonnen hat. Nur stehen wir den Robotern nicht mit Laserwaffen auf einem postapokalyptischen Schlachtfeld gegenüber. Vielmehr zermürbt uns die KI, indem sie uns Hausgenossen unterjubelt, die weniger dazu geeignet sind, unseren Alltag mit ihrer flauschigen Anwesenheit zu bereichern, als darauf, uns binnen Wochen in den Wahnsinn zu treiben. Dass hier Meerschweinchen als super cuddly angepriesen werden, obwohl ihre Bereitschaft, sich streicheln zu lassen, als todesängstliche Schreckstarre treffender beschrieben wäre, ist da noch eine der harmloseren Fallen. Doch wie kommt man ernstlich auf die Idee, sein Heim mit nicht etwa einem, sondern mindestens zwei sugar gliders teilen zu wollen? Wer noch nicht in die Verlegenheit gekommen ist: Der auf Deutsch so genannte Kurzkopfgleitbeutler sieht allerdings extrem niedlich aus. Das war’s aber auch schon: Die Viecher brauchen viel, viel mehr Platz, als man unterhalb der Oligarchenklasse bieten kann („glider“ ist nicht nur so dahingesagt). Sie markieren außerdem ihr Revier mit einem übelriechenden Sekret und sind, das überrascht jetzt keinen mehr, nachtaktiv. Angesichts dieser Schwierigkeiten überlegt das Zweckdichterbalg nun die Anschaffung eines love interest, weil das auch kuschlig ist, aber daheim gefüttert wird und allein zum Arzt gehen kann. Ach ja, die Zweckdichterschwiemu hat wieder einen Hund.

Schönes Wochenende!

Freitag, 7. Oktober 2022

Anschaffen

Wann, o achtsame Lesehäschen, habt ihr eigentlich zuletzt jemandem etwas befohlen? Ein „Komm!“ in Richtung Vierbeiner zählt nicht, und wenn der Zweckdichterhund ein auch nur entfernt aussagekräftiges Beispiel liefert, wäre es auch meist vergebene Liebesmüh, wobei jener zusätzlich zum generellen Beagletum mittlerweile auch noch die Ausrede der partiellen Taubheit geltend machen kann.

Habt ihr aber in letzter Zeit einem anderen Menschen etwas, wie in Ostösterreich üblich, angeschafft (während man früher auch weiter nordwestlich jemandem etwas zu schaffen, allerdings nicht anzuschaffen, pflegte)?

Dachte ich mir. Und ehrlich: Man merkt’s. Der Imperativ ist, knallhart gesagt, der Genitiv der 2020er-Jahre, dem der Dativ bekanntlich längst den Garaus gemacht hat. Liegt es daran, dass sich niemand mehr traut, vom anderen etwas zu fordern, während wir stattdessen nur fragen, ob es vielleicht ginge, dass, oder ob man so nett ist (nicht „sei“, das wäre zu korrekt), oder mal Zeit hätte und so weite?

Dafür spricht, dass die besonders klaren Befehlsformen ohne Schluss-e immer seltener zu werden scheinen. „Nenne mich bei meinem Lieblingspronomen“, nicht aber „nenn“, „ruf-e“ mich an, „geh-e zur Impfung“ – anscheinend brauchen wir das vokale Abschiedsstreicheln des E am Ende, damit wir uns nicht auf den Schlips getreten fühlen. Wirklich erforderlich ist es ja nur bei Verben, deren Stamm auf -eln oder -ern endet: Natürlich kann man nicht „samml“ sagen, sondern „sammle“ („sammel“ ginge freilich). Und Verben auf -d oder -t befehlen sich mit e einfach shmoover: rede mit mir und rate mir. Ansonsten aber käme man auch ohne E aus, und euer Ergebener ist davon überzeugt, dass einem Befehl ohne E mehr Überzeugungskraft innewohnt. Deshalb kommt auch niemand auf die Idee, dem Flocki komme! oder sitze! zuzurufen, weil dann jedem Hundianer sofort klar wäre, dass man es eh nicht so ernst meint.

Noch erstaunlicher ist die Geschwindigkeit, mit der die starken Imperative sich in Luft auflösen, da kann mancher Gletscher nicht mithalten. Ob die Postbusfirma mit der Aufforderung „bewerbe dich“ neue Lenker sucht oder der Fastfoodriese mit der Aufforderung „vergesse nicht“ an uns herantritt – je nun, man muss wohl froh sein, dass man, brächte man es denn übers Herz, immer noch etwas „befohlen“ hätte anstatt „befehlt“. Dass freilich selbst einer studierten AHS-Lehrerin ein „Lese genau!“ in roter Korrekturtinte aus dem Stift rinnt, kann man nur zurückspielen: Tun Sie desgleichen, und zwar im Duden, allwo man die Formen unregelmäßiger Verben jederzeit recherchieren kann.

Beziehungsweise: Sieh im Duden nach, geschätzte Lehrperson, und finde dort heraus, dass der Imperativ von „lesen“ weiterhin „lies“ lautet. Gehabt euch wohl und genießt das Wochenende!  

Freitag, 23. September 2022

Einfrieren

Mit der Wertschätzung kultureller Hervorbringungen ist es, meine lieben und stets aufnahmefähigen Lesehäschen, eventuell so eine Sache. Dass der Musikgeschmack von Ottilie Normalhörerin so ab 30 allmählich erstarrt, ist ja bekannt. Nur die wenigsten unter uns bleiben bis ins reife Alter von sagen wir 50 noch so interessiert und beweglich, dass sie die aktuellen Newcomer im Popbereich auf Spotify oder gar in den Plattenladen zu locken vermögen.

So weit, so gut. Doch was heißt das für andere Disziplinen? Die Frage stellt sich, weil euer Ergebener in letzter Zeit einerseits Eraserhead zum ersten und Night of the Hunter zum wiederholten Male sah, was beides rundum erfreuliche Erfahrungen waren.

Andererseits gab es auch Uncut Gems von den hochgelobten Safdie-Brüdern mit dem diesfalls ebenfalls hochgelobten Adam Sandler. Das fand euer Zweckdichter anstrengend, wenig lohnend und streckenweise schlicht unglaubwürdig.

Liegt das daran, dass man wie bei der Musik, so auch beim Film irgendwann steckenbleibt und sich sicherheitshalber nur noch Streifen reinpfeift, die die Probe der Zeit bereits bestanden haben? Oder ist es ein Zeichen, dass mancher Film, den heute viele super finden, an ebendieser Probe eventuell scheitern wird? Wer’s weiß, gewinnt ein handwarmes Dosenbier.

Ebenfalls erfreulich, aber vergessen, und zwar zu Unrecht: das Werk von Mechtilde Lichnowsky, das kürzlich bei Zsolnay wieder erschienen ist. Gut angelegte 60 Euro, wenn ihr mich fragt. Irritierend ist nur, dass die Gute immer wieder „nach vorwärts“ oder „nach rückwärts“ geht. Aber die Ausgabe ist chronologisch angelegt, vielleicht kommt sie also noch drauf, dass hier was doppelt moppelt. (Wer grade am Handy rumgedrückt hat, anstatt aufzupassen: Die beiden Wörter tragen die jeweilige Richtung schon in sich, weshalb man voll shmoov von einer Vorwärtsbewegung sprechen kann und nicht von einer Nachvorwärtsbewegung. Sie bedeuten also schon „nach vorne“ respektive „nach hinten“. Wer „nach vorwärts“ schaut, schaut deshalb „nach nach vorne“, und wer macht denn sowas.)

Noch etwas, das länger überdauert, als man gedacht hätte: Zwei Stiche am Bauch vom Zweckdichterhund. Der hatte nämlich ein dickes Lipom an der Brustseite. Weil es im Weg war, wurde es entfernt, die Narbe ist doppelt so lang wie die, durch die mein Blinddarm mich verlassen hat. Die meisten Stiche hat der Tierarzt (nicht der Operateur, der andere) entfernt. Aber bei den letzten beiden hat sich das Vieh dermaßen gebärdet, dass der Tierarzt gemeint hat, das könne man vielleicht in Eigenregie machen, wenn er schlafe.

Habt ihr schon einmal so fest geschlafen, dass ihr es nicht mitbekommen hättet, wenn jemand mit einer Nagelschere durch eine Fadenschlaufe in eurer Bauchdecke fährt, um die abzuknipsen?

Ich auch nicht.

Deshalb heute also wieder Besuch, nämlich beim Operateur. Der hat so viele helfende Hände in seiner Praxis, dass es gelingen wird, den Kerl ausreichend lange und stabil zu fixieren, damit er auch die letzten Spuren der OP loswird. Und dann: Schönes Wochenende!


 

Freitag, 22. Oktober 2021

Tierjahre

 

Heute, o vielgeliebte Lesehäschen, hat euer Zweckdichterhund Geburtstag. Daran, dass so etwas eine Rolle spielt, erkennt man, dass wir immer noch in ziemlich luxuriösen Zeiten leben.

Der gute Kerl wird nach dem üblichen Umrechnungsschema 91, was man ihm nicht ansehen würde. Freilich wissen wir auch, dass an dem üblichen Umrechnungsschema deutlich weniger dran ist als an der Umrechnung von Inseratenschaltungen in Berichterstattung, weil ja Hund nicht gleich Hund ist. Je größer, desto kürzer, so lautet die Faustregel, weil nämlich gerade die kleinsten Hunde besonders große Chancen haben, lange in diesem Jammertal zu verweilen, während sich zum Beispiel eine Dogge mit acht Jahren eher keine Langspielplatte mehr kaufen sollte. Es kommt also auf die Rasse an, sodass das Geburtstagskind eher so beim Äquvalent von 75 bis 80 Jahren halten dürfte.

Rätselhaft ist, warum man ständig von Hundejahren, aber viel seltener von Kaninchen- oder Papageienjahren hört. Selbst Katzenjahre sind deutlich weniger verbreitet als Hundejahre. Das Internet behauptet diesbezüglich, dass die ersten beiden Katzenjahre je zwölf Menschenjahren entsprechen, die weiteren je vier. Daraus folgt, dass eine mir bekannte Nachbarskatze 108 Jahre alt wurde. Bei Hamstern oder Kampffischen wäre eher in Monaten zu rechnen, aber das weiß man ja, wenn man sich darauf einlässt.

Anders liegt der Fall bei Riesenschildkröten oder Tiefseefischen, bei denen vom Ei bis zur Geschlechtsreife schon einmal ein halbes Jahrhundert vorüberziehen kann. Diese rechnen ihrerseits ein Menschenjahr für mindestens zwei Schildkrötenjahre.

Neben den Hundejahren erfreuen sich auch die Maikäfer- und Mäusejahre einer gewissen Bekanntheit. Heuer war zum Beispiel ein ganz ausgezeichnetes Mäusejahr, nämlich für die Füchse. Nächstes Jahr wird dann, so haben wir es in Bio gelernt, ein umso schlechteres Mäusejahr, weil gegen Ende der Saison die Mäusenahrung schon recht knapp wurde, wie an den hier und da herumliegenden Kadavern erkenntlich. Die Maikäfer sollen, so das Internet, alle vier Jahre besondes zahlreich herumschwirren, weil sie vier Jahre für die Entwicklung brauchen. So ganz leuchtet das aber nicht ein. Es gibt ja jedes Jahr Maikäfer, die sich dann fröhlich bekäfern, sodass vier Jahre später ihr Nachwuchs den Onkel Fritz erschrecken kann. Warum eine dieser vier Maikäferkohorten größer sein soll als die anderen, beantworten die Interwebsen nicht. Noch anders liegt der Fall bei den Primzahlzikaden, die alle dreizehn oder siebzehn Jahre in tatsächlich beeindruckenden Massen auftreten, dazwischen aber überhaupt nicht. Zikadenauskenner vermuten, dass die lange Entwicklungsdauer über eine Primzahl von Jahren dazu diene, Parasiten auszuweichen. Diese müssten sich entweder ebenso lange Zeit lassen, um der Zikaden habhaft zu werden, oder jedes Jahr eine Generation einschieben, die dann eine andere Beute brauchte. Sowohl 13 als auch 17 sind übrigens Mirpzahlen, weil wieder eine Primzahl herauskommt, wenn man sie rückwärts schreibt.

Damit hätten wir den heutigen Bildungsauftrag aber wirklich übererfüllt und können in ein hoffentlich schönes Wochenende rauschen.

 

Freitag, 25. Oktober 2019

Laut beim Spaß

Die Sondierungsgespräche sind im Gange, irgendwann wird irgendwas dabei herauskommen. Die spannende Frage ist natürlich, welche Partei sich mit einer Rabiatperle von Jungkanzler zu koalieren getraut, die schon zwei Regierungen gesprengt und es beide Male geschafft hat, den Juniorpartner schlecht aussehen zu lassen. Wäre Sebastian ein Hunterl anstatt einem Bald-wieder-Kanzlerl, dann wäre schon klar, wo man im Spielzeugregal hingreift, wenn man was sucht, womit das Kerlchen sich die Zeit vertreiben kann, bis man wieder heimkommt: Zum Hardcore-Zeug für schwere Kauer, natürlich!
Kürzlich hatte nämlich euer Kolumnatorsparschwein, der Herr Hund, Geburtstag, und es galt ein geeignetes Mitbringsel zu besorgen, andernfalls die Gesichter der Restfamilie sich unerfreulich in die Länge gezogen hätten. Dabei zeigte sich, dass die Hundespielzeugsektion ganz schön upgelevelt hat, wie wir Möchtegerngamer sagen (man kommt einfach zu nix): Früher gab es verknotete Rinderhaut in verschiedenen Größen, ein paar echte Knochen, ein bisschen halblustigen Kunststoff (gerupfte Quietschhühner), das eine oder andere flauschige Ding, aus. Wir leben aber im Zeitalter der Optimierung, zumindest, wenn Optimierung bedeutet, möglichst genau den schwachen Punkt einer Zielgruppe zu identifizieren. Die Kunst ist es nicht mehr, einem Früherhättemangesagteskimoalsoinuit einen Kühlschrank zu verkaufen. Die Kunst besteht vielmehr darin, zu wissen, dass der fragliche Inuit zwar einen Motorschlitten besitzt, aber aus nostalgischen Gründen auch Schlittenhunden Unterschlupf gewährt, die eine Schwäche für Büffelfemur haben.
Deshalb gibt es nicht mehr nur die Zielgruppe „Hund“,  aufgegliedert nach Tonnageklassen des Maulfassungsvermögens, und basta. Es gibt vielmehr die Hardcore-Kauer, die jedes Spielzeug über kurz (nicht lang) zermahlen. Dann gibt es die Gelegeheitskiefler, die man sich charakterlich so vorstellen darf wie jene Zeitgenossen, die zwar regelmäßig rauchen, aber nur unregelmäßig Zigaretten kaufen.
Und dann gibt es noch Hunde, mit ihren Spielzeugen am liebsten kuscheln. Auf den ersten Blick sehr herzig, dann aber erinnert sich die Serienkennerin vielleicht an Wilfred mit einem depressiven Elijah Wood und seinem überaus lebensbejahenden Hund, dargestellt von einem Herrn im Plüschoverall. Letzterer besaß ein Objekt, das man zunächst als Kuscheltier zu bezeichnen geneigt war, bis man vorgeführt bekam, dass Kuscheln nur das Vorspiel zum – nunja, eben zu dem war, was nach dem Vorspiel zu erfolgen pflegt.
Da denkt man sich also schon seinen Teil, wenn man beim Fressnapf vor dem Regal steht. Einen weiteren Teil denkt man sich, wenn man feststellt, dass es die Kuschelobjekte (bleiben wir bei dieser charmanten Fiktion) mit und ohne harten Quietschkern gibt. Nach welchen Gesichtspunkten wählen Herrchen und Frauchen das eine oder andere? Hat hund mehr Spaß mit Geräusch? Falls ja, will man das aber auch hören? Eine schwierige Entscheidung. Sinnend lässt man den Blick weiterschweifen, gestellt vor die Alternativen, dem geliebten Vierbeiner nichts zu missgönnen und also rhythmisches Quietschen in Kauf zu nehmen, oder aber dem Quietscherl zu entsagen auf Kosten maximaler Spiellust. Doch halt! Was ist das? Genau: Es ist ein Kuschelspielzeug mit Ultraschallquietscherl. Volle Dröhnung für das Fellpaket, Ruhe für des Möters (halb Mensch, halb Köter) zweibeinige Hälfte. Ich glaube, dass mit ähnlichen Maßnahmen die Sondierungsgespräche oder der Johnson-Brexit oder das Trumpeltier weit erträglicher würden, wahrscheinlich sogar alle drei. Schönes Wochenende!

Freitag, 22. Januar 2016

Das Tier zu dir

Tiere, hört man, seien des Menschen beste Freunde. Also, nicht alle. Eigentlich nur Hunde. Aber Tiere, nämlich Haustiere, seien generell interessant, erfreulich und überhaupt eine Bereicherung des Lebens. Ich schätze, diese Kolumne ist genau der richtige Rahmen, um auf den Busch zu klopfen: Ist da was dran? Machen Katzen glücklich? Machen Vögel fröhlich? Sind Hunde wirklich Apotheken auf vier Beinen?
Meine persönliche Erfahrung hat mich in vielen gemeinsamen Stunden mit jeglichem Viehzeug gelehrt:
Katzen machen glücklich. Sie machen ganz besonders glücklich, wenn sie nicht dir gehören. Weil du dich dann ganz dem Ehrgeizprojekt „Schnurrerfolg“ widmen kannst. Die Mühen der Ebene – Erziehung, Unverträglichkeiten, Neurosen und Ins-Vorzimmer-Scheißen-weil-du-zu-spät-Futter-geliefert-hast – bleiben an einem andern bedauernswerten Mädchen (Genderklausel!) hängen.
Vögel machen fröhlich, aber nur kurz. Entweder du hast einen höchst intelligenten Vogel (Kaliber Kakadu). Der macht ein paar Jahre großen Spaß. Danach ist er frustriert, weil er dich vögeln bzw. von dir gevögelt werden will, und will dich deshalb töten. Oder du hast einen nicht so gerissenen Vogel (Stichwort Wellensittich), dann zwitschert er dir die Ohren voll, dass du bald nicht mehr weißt, wie du selber heißt und ob das wirklich dein Vogel ist. Hoffentlich nicht.
Es gibt Hunde, die Apotheken auf vier Beinen gleichkommen. Die den Blutdruck senken, die Krätze heilen und Asperger-Syndrom lindern. Ebenso wahrscheinlich ist aber, dass du keinen Hund erwischt, sondern ein Sparschwein, das auch bellen kann. Das Sparschwein macht dir wahrscheinlich trotzdem große Freude, und du gewinnst es von Herzen lieb. Deshalb tut es dir auch im Herzen weh, wenn das Sparschwein eine wehe Pfote hat, oder wenn es nicht fressen will, oder wenn ein anderes Sparschwein fies zu deinem war. Aber geplant war die Chose mal anders.
Man merkt schon, die Fallgruben im Haustierland sind hauptsächlich mit Spießen bestückt, die aufs Herz gerichtet sind. Manche kommt damit besser zurecht und genießt die Freundschaft mit der stummen Kreatur. Andere empfinden den Druck der Verantwortung für einen ewig Dreijährigen schwerer als die emotionale Dividende.
Euch letzteren rate ich: Haustiere unbedingt, aber mit mindestens sechs Beinen. Was kein Fell und am besten gleich keine Wirbelsäule hat, das macht sich in deiner inneren Beziehungskiste nicht so leicht heimisch. Ich persönlich habe mit Käfern hervorragende Erfahrungen gemacht. Die sind bunt, interessant (live dabei sein beim Wunder der Metamorphose – Action für Altphilologen, Germanisten und Creature-Effects-Fans!) und erzählen im Gegensatz zu Sparschweinen eine Erfolgsgeschichte. Denn Käfer gibt es in Myriaden von Gestalten und in praktisch jedem Lebensraum, ohne dass ihnen je ein Tierarzt eine Infusion verpassen und dafür Euro 49,- (ohne Notdienstzuschlag) verrechnen müsste. Auch kleine Süßwassergarnelen bieten bei geringem Platzbedarf viel Schauwert. Mit Stabschrecken und Gottesanbeterinnen habe ich keine Erfahrungen, aber ich stelle mir die Sache ungefähr so vor wie Jurassic Park, nur dass keine Menschen zu Schaden kommen. Bei Vogelspinnen bin ich unsicher. Die können ziemlich alt werden, womöglich wächst einem so ein achtbeiniges Miezerl dann auch sehr ans Herz.
Wie steht es mit Fischen?, höre ich es aus den hinteren Reihen quieken. Nach allem, was ich höre: Lieber nicht. Die können echt eklige Krankheiten kriegen. Überhaupt rate ich zur Vorsicht. Manchmal zählt nicht nur ein Menschenjahr für sieben Schweinejahre, sondern auch umgekehrt.

Freitag, 11. Dezember 2015

Small Data

Weil ihr so aufgeweckte Cyberhäschen seid, habt auch ihr einst so manche Mußeminute damit vertändelt, euch zu fragen, worin eigentlich das Geschäftsmodell von facebook bestehe. Mittlerweile scheint das Rätsel gelöst (Weltherrschaft durch Ersticken jeglicher Gegenwehr mit einer Mischung aus Neid- und Fadesse-Content, der von den Opfern / Usern selbst erstellt wird). Doch lange war es legitim, darüber zu diskutieren, wann und wie die Transsubstantiation von Information in etwas Brauchbares stattfinde. Über Transsubstantiationen weiß man ja in der Regel recht gut Bescheid. In der katholischen Eucharistie beispielsweise lässt sich jener Augenblick wie mit einer Präpariernadel fixieren, in dem das Brot zu Fleisch wird.
Bei facebook war es schwieriger, und für mich ist es gerade ebenso schwierig.
Letztens nämlich war ich mit meinem manchen von euch bekannten Herrn Hund durch die Stadt unterwegs. Wie das schon so ist, der Hund macht sein Ding, markiert gelegentlich, das Herrl ist mit den Gedanken woanders, niemandem wird wehgetan.
Als ich plötzlich von hinten ein eher barsches „Entschuldigen Sie!“ vernahm.
Im Umdrehen sah ich mich einem Herrn gegenüber, der soeben aus einem Bürolokal im Parterre geschossen war. Er erklärte mir, mein Herr Hund habe sein Auto „angepisst“ (so er), und er erwarte von mir, die Besudelung zu beheben.
Nun bin ich schon bekannt harmoniesüchtig. Wenn ich etwas noch mehr bin als harmoniesüchtig, dann ist es feig. Und wenn ich etwas noch mehr bin als feig, dann ist es neugierig. So etwas war mir noch nicht widerfahren. Also erklärte ich mich selbstverständlich zum Reinigungseinsatz bereit. Ich wartete sogar brav, bis der aufgebrachte Herr mit einer Wasserkaraffe und einer Küchenrolle wiederkehrte, und dann wischte ich ebenso brav über den linken vorderen Frontspoiler des beleidigten BMW, freilich ohne dass ein Effekt erkennbar gewesen wäre. Dann verabschiedete ich mich freundlich und ging meiner Wege.
(Kleiner Exkurs: Soweit ich sehe, ist es natürlich unhöflich, seinen Hund einen Frontspoiler anpinkeln zu lassen. Mehr aber auch nicht, denn einem unter normalen Bedingungen benützten Automobil stößt dabei nichts hygienisch Nennenswertes zu, besonders nicht in einer Stadt, in der es auch Tauben und Fiakerpferde gibt. Etwas anderes wäre es natürlich, wenn z. B. eine Dogge en passant den Türgriff abschmeckt.)
Die Frage ist nun, für wen von uns es sich ausgezahlt hat. Denn wenn es darum ging, die Nettourination des Wagens zu beeinflussen, war die kleine Performance natürlich nutzlos. Der Herr Hund hat sich ja nicht über den Spoiler entleert, weil er eine Abneigung gegen bayrische Premiummarken hätte. Er hat diesen nur markiert, wie sichtlich schon fünf andere vor ihm und vermutlich ein Dutzend weitere nach ihm.
Dem Mann bleibt als Gewinn somit nur der zweifellos sehr, sehr schöne, aber auch sehr vergängliche Glücksmoment, der ihm ward, als ein Hundehalter seinen Wagen befeuchtete.
Doch war dieser Glücksmoment nicht gratis. Er hat dafür bezahlt, und weil wir 2015 schreiben, hat er dafür mit Informationen bezahlt.
Denn ich weiß jetzt nicht nur,
wie und wo der Mann sein Geld verdient,
was für ein Auto er fährt
und welches Kennzeichen dieses hat.
Ich weiß selbstverständlich auch, wie er heißt.
Und vor allem weiß ich, dass er ein Mensch ist, den man im Tausch für einen kleinen Triumph um Wasser und Küchenrolle schicken kann.
Die Geschmäcker sind natürlich verschieden.  Aber ich würde so ein Paket an persönlichen Informationen nicht dem nächstbesten Hundehalter in den Schoß werfen. Ich hoffe also, für den Herrn hat es sich gelohnt.
Für mich bleibt die Frage, was ich jetzt mit den Daten anfange. Was würde Mark Zuckerberg tun? Ist es schon Zeit für einen Börsegang?